Konsequenzen statt Aufschrei

Kinderärztliche Stellungnahme zum Jugend-Gesundheitsbericht 2012

Quelle und Originalartikel: SpringerMedizin.at

STANDPUNKTE 28. Jänner 2013- Konsequenzen statt Aufschrei


Es wäre so leicht, Kinder gesund und glücklich durch die Schulzeit bis in die Selbstständigkeit zu begleiten. Man bräuchte nur auf gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und eine harmonische Familien-Atmosphäre zu achten. Im Alltag scheint dies aber immer seltener zu gelingen.
Nur in wenigen Familien wird täglich frisch gekocht, zumindest einmal pro Tag gemeinsam gegessen und der Tag besprochen. Am Wochenende gibt es dann Aktivitäten, bei denen die Kinder mit dabei sein müssen, obwohl sie viel dringender Ruhe und Zuwendung der Eltern bräuchten. Die Folge ist Überforderung: Kindergartenkinder sind häufiger krank, Schulkinder zeigen Leistungsprobleme und Jugendliche trösten sich mit Alkohol, Rauchen oder Drogen. Das gestörte Essverhalten kommt in allen Altersgruppen vor.
Anfangs werden Kleinkinder vorwiegend mit Süßigkeiten belohnt, später ist das Trinken von Softdrinks und das schnelle Verschlingen von Fastfood oder Fertiggerichten die Ursache für fehlendes Sättigungsgefühl. Auch der Bewegungsmangel wird den Schülern anerzogen. Jedes Kind liebt es von Natur aus, sich zu bewegen. Dieser natürliche Bewegungsdrang wird spätestens ab der Schulzeit drastisch eingeschränkt.


Von medizinischer Seite werden bei den Kongressen regelmäßig alarmierende Zahlen präsentiert. In den Medien wird dann kurzzeitig dramatisch berichtet, doch Konsequenzen gab es in den vergangenen 20 Jahren leider keine. Intentionen von uns Kinder- und Jugendärzten, das ausführliche Beratungsgespräch – sprich „Lifestyle-Beratung“ – in unseren Verrechnungskatalog altersunabhängig aufzunehmen, stieß bisher bei den Krankenkassenträgern auf taube Ohren. Selbst bei Vorliegen von krankhaften Veränderungen wie Adipositas, psychischen Auffälligkeiten oder haltungsbedingten Schmerzen und Krankheiten ist eine Finanzierung der Therapien nicht immer gewährleistet.
Nach Vorliegen der aktuellen Daten aus Niederösterreich bleibt nur zu hoffen, dass nicht wiederum nur die Ergebnisse analysiert und bearbeitet werden, sondern dass wahre Prävention folgen wird.


Artikel von Dr. Christa Levin-Leitner Ärzte Woche 5/2013.

 

 

Gesundheit- Theater Vortrag & Purkersdorf

Gesundheit- Theater Vortrag & Purkersdorf
„Mit Hilfe durch die Schulzeit“ 30.September 2009

Wie bring ich mein Kind glücklich und gesund durch die Schule?

•Richtige Ernährung
•Reichlich Bewegung
•Harmonische Lebenssituation
 

„Die Nahrung sollte eure Medizin sein und nicht die Medizin eure Nahrung!“
                               Hippokrates

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Rundschau Stadtzeitung Purkersdorf 01/06

GESUNDHEIT

Ärzteporträt - eine Interviewserie von STR Lydia Mondl

OpeningDr. Christa Levin-Leitner, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde hat im April 2005 in Purkersdorf ihre Ordination eröffnet. Ihre Ordinationseröffnung schließt daher nahtlos an die langjährige Praxis von Frau Dr. Gertrude Breitkopf an.

1 Jahr Kinderarztpraxis in Purkersdorf - ein guter Grund, die "neue", aber bereits eingespielte Kinderärztin vorzustellen. Das Gespräch führt Stadträtin Lydia Mondl, in deren Ressort auch "Gesundheit" fällt.

Persönliches

Herkunft: glückliche Kindheit mit 4 Geschwistern in einer Kärntner Bauernfamilie im Gailtal.

Ausbildung: Nach dem Medizinstudium in Wien zog es die damalige Frau Leitner wieder in die Heimat, wo sie im LKH Villach die Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin und zur Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde absolviert hat.

Orthopädie bei Prim. Doz. Dr. Grill im Orthopädischen Spital in Speising.

Entwicklungsneurologie bei Herrn Prim. Doz. Dr. Lesigang im Ambulatorium Märzstraße.

Frau Dr. Levin-Leitner lebt seit 1990 mit ihrem Gatten und den beiden Töchtern (14 und 16 Jahre) in Pressbaum.

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Ich freue mich, dass ich im Fachgebiet Kinderärzte in Niederösterreich den 3.Platz erreicht habe und möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken.